Wow… Es waren doch nur drei Wochen die ich unterwegs war, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich froh war am 4. Januar wieder in „zu hause“ in Santiago zu landen, um alle Erlebnisse ein bisschen sacken zu lassen und vor allem zu realisieren, was mir von der Reise alles so durch den Kopf geht und wo ich überall war.
Denn in meinem Kopf schwirrt es immer noch. Und ihr kriegt es jetzt ab!
Angefangen hat alles mit einer „kleinen Geschäftsreise“. Es ging mal eben 2000 Kilometer in den Norden nach Arica. In Chile sind solche Distanzen normal. Bei einer durchschnittlichen Breite von 160 Kilometern bei einer Länge von 4300 Kilometern ist das ja auch kein Wunder. (4300 Kilometer, das würde auf der nördlichen Halbkugel von Südschweden bis nach Mauretanien reichen…)
Arica also. Die nördlichste Stadt in Chile, nah an der Grenze zu Peru und Bolivien. Es gibt sogar eine Art Dreiländereck da im Norden, ich war also eng mit Aachen verbunden. Unser Büro hat die Ausschreibung für ein Abfallwirtschaftskonzept für die Region um Arica gewonnen und meine Aufgabe war es die großen Industrien zu besuchen und Umfragen zu deren Abfällen durchzuführen.
Erstmal hatte ich jedoch ein Wochenende lang Zeit die Stadt zu erkunden. Arica liegt in der Atacamawüste, der trockensten Wüste der Erde. Berühmt ist die Stadt vor allem für „El Morro“, einen knapp 300 Meter hohen Berg, auf dem die Chilenen in einer legendären Schlacht, gedopt mit einer Mischung aus Branntwein und Schießpulver die Peruaner niedergemacht haben (im Museum, das ich besichtigt habe hieß es wörtlich: „Ein zügelloser Blutdurst hatte die Chilenen ergriffen…“) und Arica (als wichtige Hafen- und Salpeterstadt) eroberten. Wie man „El Morro“ erstürmen kann ist mir jedoch bis heute ein Rätsel… Ich war schon auf der Hälfte des Weges kräftig außer Atem und habe oben erstmal einen Liter Wasser in mich rein gekippt.
Neben dem „Morro“ gab es noch ein paar schöne Plätze, Strände und zwei Gebäude von Alexandre Gustave Eiffel zu sehen. Die Kirche San Marcos, eine Fertigbau-Eisenkonstruktion, und das alte Zollgebäude. Ansonsten wimmelte es in der kleinen Fußgängerzone von fleißigen Weihnachtseinkäufern und aus allen Lautsprechern der Stadt erklangen Jingle Bells und Co.
Ansonsten: alles braun und wüstig. Die Stadt ist überzogen von einer Sand- und Staubschicht und ein beliebter Job ist es an den Ampel Autos abzuwischen. Sehr effektiv, es reicht meistens bis vier Blocks weiter, wo der nächste Wischer wartet.
Ein bisschen komisch war es schon plötzlich ganz alleine unterwegs zu sein, gerade weil ich jedem Chilenen als einsame „gringa“ (ehemals Bezeichnung für alle Amis, gilt aber jetzt auch für sämtliche anderen Touris) aufgefallen bin und intensiv angequatscht und ausgequetscht wurde. Nicht immer angenehm, vor allem dann nicht, wenn man gerade genüsslich ein Eis schlecken will und dann zu sehen muss, wie es einem die Hand runter schmilzt.
Ich war also ganz froh, als ich mich am Montag in die Umfragen stürzen konnte und war relativ erfolgreich. Innerhalb der Woche durfte ich die Coca Cola-Fabrik besichtigen, eine Ferndiagnose für die Kompostanlage eines Hühnermastbetriebes stellen (gucken durfte ich nicht, hat mich aber auch nicht gewundert, denn sie haben versucht, Plastik zu kompostieren…), mit den Chefs der Handelskammer im schicken Hafenrestaurant speisen (zufällig hatten die Mal eine Kooperation mit der Aachener Handwerkskammer und schwupps war ich im Geschäft), mich durchs Industrieviertel schlagen, den Hafen durchkämmen und fragen fragen fragen… Dabei durfte ich dann auch feststellen, dass die Siesta im Norden eine heilige Zeit ist und man zwischen 13.00 und 15.30 besser nur mit Termin irgendwo aufläuft. Kein Problem, ich bin ja anpassungsfähig.
Am Donnerstag ist dann Michael angekommen. Und als ich dann am Freitagmittag die letzten Firmen abgeklappert hatte, sind wir an den Strand gegangen und haben den Surfern zugeguckt, den Wellen gelauscht, Blumen in die Wüste gemalt und den Sonnenuntergang genossen.
Und am Samstag ging dann der Urlaub los. Bolivien hat gerufen!Wir sind von Arica aus mit dem Bus erstmal nach La Paz gedüst. Die Fahrt war schon spektakulär. Durch die Wüste, vorbei an Oasen und dann immer weiter rauf. Von Meereshöhe auf 4800 Meter in dreieinhalb Stunden. Das war dann für manche Passagiere doch ein bisschen zu schnell. Ich habe (mal wieder) geschlafen und die Höhe auch sehr gut vertragen.
Hinter der Grenze haben wir dann Flamingos und Alpakas gesehen und sind nach weiteren vier Stunden Fahrt von La Paz erschlagen worden. Der Gegensatz zwischen Chile und Bolivien war extrem. Die Armut des Landes war an allen Ecken und Enden zu sehen und die Stadt war dann doch ein bisschen zu viel für den Anfang.
Also waren wir ganz froh als wir noch für denselben Abend eine Möglichkeit gefunden haben weiter in Richtung Sucre zu reisen, wo wir Weihnachten verbringen wollten. Es ging mit dem Bus weiter nach Potosí, der höchsten Stadt der Welt (irgendwas mit 4300 Metern)… dachten wir jedenfalls. (Jetzt, da ich wieder angekommen bin, kann ich ja auch von allen Abenteuern berichten, die wir erlebt haben…) Wir hatten uns zwar an die Empfehlung der Bolivianer gehalten, was die Wahl der Buskompanie anging, aber unsere „flota“ stotterte schon als wir in La Paz losfuhren. Mitten in der Nacht und mitten im Nichts blieben wir dann zum ersten Mal stehen. Der überaus freundliche und auskunftsfreudige Steward nuschelte irgendwas von Problemen mit dem Wasser. Wir sollten uns keine Sorgen machen! Nein, wirklich nicht. Und: weg war er. Drei Stunden und einen gelben Engel später ging es dann weiter. Die Geräusche waren immer noch nicht weg und das der Fahrer so langsam fuhr hat unser Vertrauen in die flota auch nicht erhöht. Zwischendurch gab es manchmal einen Ruck, der Motor stöhnte und ungefähr zwanzig Minuten vor Potosí kam dann erst ein der Knall und dann der Feuerlöscher zum Einsatz. Da war dann auch der Punkt erreicht, wo die Geduld der Bolivianer zu Ende war und alle ausgestiegen sind. Wie aus dem Nichts tauchten ein paar Minibusse auf mit denen wir dann bis dann nach Potosí gefahren sind. Bis Sucre waren es noch 160 Kilometer und nach dieser Nacht hatten wir dann doch keine Lust mehr auf Sightseeing. Also haben wir uns mit einem Kubaner und einem Bolivianer ein Taxi geteilt und weiter ging es. Aber das Abenteuer war noch nicht zu Ende. Unser Fahrer fuhr zwar sicher, aber mitten auf der Strecke wurden wir dann vor einer „Polizei“-Kontrolle aufgehalten. Nette schwarze Uniformen, eine Kappe mit dem netten Kürzel „FNDPQ“ und ein Mädel mit einem MG, das fast so groß war wie sie selber. „Kofferraum auf“ war die Aufforderung… Was unser Taxifahrer genau gesagt hat, weiß ich nicht. Nur das ich erleichtert war, als sie uns dann doch ohne Kontrolle durchgelassen haben. Nach den ersten 20 Stunden war mir Bolivien sehr sympathisch.
Unsere vier Tage in Sucre haben allerdings viel an diesem Bild geändert. Die restliche Reise noch mehr, aber langsam…
In Sucre sind wir in einem sehr schönen Hostel untergekommen. Daniel, ein Freund von Michael arbeitet zurzeit als Volontär in Bolivien und die „Volontärszentrale“ sitzt in diesem Hostel. Zu Weihnachten hatten alle Volontäre frei und trafen sich in diesem Hostel. Michael und ich haben es dann ganz passend in „die deutsche Kolonie“ umgetauft. 30 Jungs und Mädels aus Deutschland und der Schweiz, das war schon sehr ungewöhnlich mitten in Bolivien.
In den nächsten Tagen haben wir dann Weihnachten gefeiert (sehr leckeres Essen, sehr lustige Reden und der absolute Höhepunkt war die Kirche, die wie ein Schaufenster geschmückt war, in der eine Band gespielt hat, Weihnachtslieder zur Melodie von „Tränen lügen nicht“ gespielt wurden und der Pastor während der Messe Fotos machte), die Stadt erkundet und die Höhenluft kennen gelernt (Nach zehn Minuten Basketball spielen hatte ich das Gefühl meine Lunge kollabiert). Sucre erstreckt sich über sieben Hügel und es sind noch viele Gebäude aus der Kolonialzeit erhalten und schön restauriert. Auf einem der Hügel gibt es ein für Restaurant mit wunderschönem Blick über die ganze Stadt, in dem man zu Touri-Preisen richtig lecker essen kann. Allerdings ist der Touristentarif in Bolivien immer noch so niedrig, dass man sich dort gut und gerne ein Luxusfrühstück und dann später auch noch das Mittagessen gönnt. Bei dem Ambiente…
Aber nach vier Tagen waren dann die schönen Ecken Sucres erkundet und das Reisefieber trieb uns weiter. Außerdem wollten wir endlich mal wieder ein bisschen Spanisch sprechen und uns von der deutschen Kolonie verabschieden.
Also: rein in den Bus! Wir hatten uns schon auf eine lange Tour vorbereitet, aber das Glück war uns hold und schon 16 Stunden später war unser nächstes Ziel erreicht.
Der Titikakasee! Nach einer lustigen Überfahrt (während die Passagiere in kleinen Motorbooten überfahren wird der schwer beladene Bus auf einen baufälligen Kahn gefahren und über den See gestakt) und weiteren zwei Stunden Bus sind wir in Copacabana gelandet.
Dem bolivianischen Copacabana. Einem kleinen Hippie-Touristen-Ort, der seit einigen Jahren auch Wallfahrtsort ist, da die Stadt eine tolle Marienstatue geschenkt bekommen hat. Seitdem kann man dort seine „movilidades“ (also alles was sich bewegt) segnen lassen. Dieses Ritual mussten wir uns natürlich anschauen und sind auf den heiligen Hügel hochgestapft (Ich sag nur eins: Die höhe und die Luft… wir waren ja immer noch auf 3800 Meter und mehr, wir haben doch die eine oder andere Pause gemacht.) Oben konnte man dann kleine „Modell-Movilidades“ kaufen… Mini-Koffer, Spielzeugautos, Mini-Häuser (wie die sich bewegen ist mir immer noch ein Rätsel, aber drinnen bewegt sich ja was. Vielleicht reicht das ja aus!).
Mit den „movilidades“ ging es dann zum Segnen. Ältere Herren mit bunten Mützen schwenken Weihrauch über die Familie und die „movilidades“ und sprechen Gebete und gute Wünsche aus.
Und zum Schluss wird dann das Weihwasser über alles gesprüht. Michael und ich hatten uns schon aus der Ferne gewundert, dass das Weihwasser so nett schäumt und sprudelt und dann beschlossen, dass das eben die Besonderheit am Weihwasser sein müsste. Von etwas näher sahen die Flaschen dann verdächtig nach Bierflaschen aus und als wir die ersten Spritzer Weihwasser abbekommen haben, da waren dann alle Zweifel verschwunden und wir haben verstanden, warum die Segnenden die Reste des Weihwassers genüsslich ausgetrunken haben und sich gegen Nachmittag nicht mehr so sicher auf den Beinen hielten…
Nach einem Tag in Copacabana zwischen bunten Strandleben und atemlosem auf Hügel rauf- und runterklettern sind wir dann mit dem Boot auf die Isla del Sol übergesetzt, auf der wir unser kleines Paradies gefunden haben. Wir haben und dort direkt von der Touristentagestour abgeseilt und sind auf eigene Faust losgestiefelt, um die Ruhe der Insel zu genießen und die Landschaft und ihre Einsamkeit zu erleben.
Die drei Tage auf der Insel waren einfach der Wahnsinn. Ich merke, dass ich es immer noch schwer finde, es in Worte zu fassen und die Erlebnisse und Gefühle zu beschreiben, die mich begleitet haben. Wir haben uns einfach treiben lassen, sind losgewandert und haben sehr viel gestaunt. Immer wieder mussten wir uns sagen, dass wir auf fast 4000 Metern Höhe wandern und dass wir nicht am Meer sind, sondern am Titikakasee. Ich weiß noch, was für eine Faszination dieser See immer war, wenn ich ihn im Atlas gesehen habe und plötzlich stand ich direkt davor! Ein echtes Gänsehauterlebnis.
Auf der Isla del Sol, die nach einer Legende der Geburtsort der Sonne ist, gibt es einige alte Ruinen und heilige Stätten der Aymara zu besichtigen. Aber für mich waren die Höhepunkte die einsamen Strände, die Eukalyptus- und Pinienwälder, die immer wieder spektakulären Blicke, wenn man um eine neue Ecke kam, die Felsformationen, dieser riesige See und die Inselbewohner, die uns immer das Gefühl gegeben haben zu hause zu sein.
Überall konnte man Eseln, Mulis, Lamas, Schweinchen und Schafen sowie der einen oder anderen bolivianischen Maulkuh begegnen. Immer wieder kamen ein paar Kinder vorbei, um mit unschuldigstem Lächeln einen Keks zu erbitten oder ein paar Steinchen zu verkaufen. Und wenn man keine Lust (oder Luft) mehr hatte, um weiter zu laufen, dann konnte man sich einfach setzen, den Blick schweifen lassen und die Ruhe genießen.
Sylvester haben wir dann auf der Insel verbracht und zusammen mit Bolivianern, (Fast)Peruanern, Argentiniern, Chilenen, Brasilianern, einem Engländer und einem Franzosen gefeiert und mehrfach aufs neue Jahr angestoßen. Ein bisschen musste man auf die kreuz und quer durch die Gegend fliegenden Knaller aufpassen, aber bei Lagerfeuer, Live-Trommel, Live-Panflöte und echtem Schamanen sind wir gut im neuen Jahr gelandet. Das neue Jahr haben wir dann noch mit einem kleinen Highlight gestartet und sind im Titikakasee schwimmen gewesen. Und die Gänsehaut kam auch wirklich nicht von der Temperatur!
Dann hieß es aber leider auch wieder Abschied nehmen. Von einer wundervollen Insel mit viel Zauber und viel Ruhe.
Es ging zurück zu den Touris nach Copacaban, das uns nach der Insel gleich ein bisschen hektisch und unfreundlich vorkam. Am nächsten Tag habe ich mich dann von Michael getrennt, der in Richtung Peru weiter gefahren ist, während ich wieder nach Arica gefahren bin. Als Abschiedsgruß gab es noch mal ein kleines Herzschlagfinale. Es gab Straßenblockaden, weil… ach weil! Und ich musste meinen Bus in La Paz bekommen… Aber da die Bolivianer bestechlich sind und wir einen mutigen Busfahrer hatten, haben wir uns durch die Blockaden gekauft und ich bin noch rechtzeitig in La Paz gewesen. Zeit, mir die Stadt anzugucken, hatte ich aber wieder nicht. Aber, ganz ehrlich, ich hatte auch schon genug Bilder im Kopf.
Im Bus von La Paz nach Arica habe ich dann noch den größten Mann Südamerikas kennen gelernt.
An meinem letzten Urlaubstag in Arica habe ich einen wundervollen Sonnenuntergang sehen dürfen. Und mittlerweile bin ich sogar richtig froh, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte. Denn so viele Eindrücke hätte ich mit einer Kamera nicht sammeln können. Kreischende Möwen, glucksende Kinder auf Krebsjagd, verliebte Blicke von verliebten Pärchen, Fischerbooten mit vollen Netzen, warme Farben, zischende Gischt, ein Pelikanschwarm nach dem anderen… Manche Bilder sind im Kopf einfach am besten gespeichert!
Und jetzt… bin ich wieder in Santiago. Zu hause. Gelandet. Und sicherlich noch eine Weile damit beschäftigt sacken zu lassen und die Bilder in meinem Kopf in Worte zu fassen. Nebenbei kann ich meiner Gastmutter beim Singen lauschen und von meinem Gastbruder lernen, wie man sich mit Hilfe einer Avocado in einen Koalabären verwandeln kann. Zusammen kochen, erzählen und lachen, lachen und erzählen und wieder arbeiten. Und wisst ihr was? Ich freu mich schon drauf!
Im Gegensatz zu Bolivien ist es hier „unten“ in Santiago jetzt echter Sommer. Ich bin mit 34 Grad begrüßt worden und es fühlt sich nicht so an als würde es so schnell kühler werden. Im Büro werden wir sicherlich mächtig schwitzen und uns auf die Wochenenden freuen… am Pool, im Schwimmbad oder am Meer. Und im Schatten! Mit Eis und viel Wasser!
Vielleicht habe ich euch ja grade ein paar Minuten mit auf meine Reise nehmen können und euch aus dem Winter entführt… Ich schicke euch meinen Sonnenschein, bunte Gedanken, ganz herzliche Grüße y un montón de besitos!
P.S.: Ich habe mich beim Fotos anschauen ganz schön schwer getan. Und es sind immer noch zu viele… Und dann sind mir auch direkt noch ein paar Geschichten eingefallen, die ich nicht aufgeschrieben habe. Aber es muss ja auch noch ein bisschen was zum Erzählen bleiben, wenn ich nach hause komme.











































1 Kommentar:
WOW !!!!!!!!!!!!!!
Hört sich ja toll an, beneide euch!!!
Find ich klasse, dass ihr/du soviel erlebst. Freu mich für euch.
Wünsch dir noch gaaaaanz viele weitere beeindruckende und schöne Eindrücke,
bin selber grad mit Altlasten am rumkreuchzen..., aber deine Geschichten und Bilder entführen einen richtig nach Südamerika. Man kommt sich fast vor, als wäre man dabei. :-)
Ganz ganz lieben Gruß und ein frohes neues Jahr
Gunther
:-)
Kommentar veröffentlichen